Sehr früh, aber doch nicht zu früh, es war so gegen 5:30,
schrillte unser Wecker, um uns für einen neuen Urlaub zu wecken. Wir hatten
genügend Zeit eingeplant, um die letzten Vorbereitungen für Gepäck und uns
selbst zu treffen und noch rechtzeitig die Schnellbahn um 07:06 zu erwischen.
In der Schnellbahn ergatterten wir noch die letzten beiden Sitzplätze, da der
Frühverkehr schon voll eingesetzt hatte.
Knapp vor 08:00 erreichten wir die Station Flughafen und
machten uns auf den langen Weg zum Terminal 1A. Dort war ‚China Airlines‘
gerade dabei ihre zehn! Check-In-Schalter für die baldige Öffnung herzurichten.
Und vor uns stand schon eine chinesische Reisegruppe mit ca. 50 Personen für
den Check-In in einer Schlange angestellt.
Diesmal hatten wir nicht, wie sonst üblich, je eine große
Reisetasche und je einen Rucksack, sondern noch je einen Rucksack zusätzlich
mit. Über den Check-In-Schaltern leuchten die entsprechenden Bedingungen je
Passagier auf. Das Aufgabegepäck darf nicht mehr als 23 Kg haben. Unsere
Reisetaschen hatten je 20 Kg – also kein Problem. Es ist nur ein
Kabinengepäckstück mit maximal 7 Kg erlaubt, stand auf der nächsten Anzeige.
Wir hatten aber jeder zwei Rücksäcke, die in Summe wesentlich schwerer waren.
Es lag daher eine gewisse Spannung in der Luft, als wir nach
kurzer Zeit an die Reihe kamen. Die Pässe wurden geprüft, die Bordkarten
gedruckt und die Reisetaschen abgewogen. Alles ok, kein Problem. Dann kam die
Frage nach dem Handgepäck. Die großen Rucksäcke hatten wir am Rücken, die
kleineren hatten wir unter den Check-In-Desk gestellt, damit sie nicht gleich
auffallen. Wir nahmen unsere großen Rucksäcke von den Schultern und stellten
sie nacheinander auf die Waage. Dabei hielten wir sie so, dass nicht das volle
Gewicht auf die Waage kam. Statt 14Kg zeigte die Waage nur 8,5 Kg bzw. statt 11
Kg nur 7,5 Kg. Beides wurde toleriert und der Check-In damit positiv beendet. Die
jeweils zweiten Rucksäcke haben wir dann unbemerkt wieder aufgehoben und uns durch
die wartende Menschenmenge davongestohlen.
Der Securitycheck dauerte etwas länger, da wir einen
Rucksack ausräumen mussten. Die Kameras und die diversen Kabel hatten den Mann
am Monitor etwas verwirrt. Zusätzlich wurde bei uns noch ein Test auf
Sprengmittel durchgeführt. Als wir durch waren, freuten wir uns schon auf die Lounge,
da wir noch kein Frühstück gegessen hatten.
Nun gingen wir durch den Duty-Free-Shop und sahen, dass wieder
einmal umgebaut wurde bzw. wird. Wir gingen und schauten und schauten und
gingen. Da standen wir schon vor der Passkontrolle. Die dauerte nur Sekunden
und schon waren wir durch. Dann suchten wir die Lounge. Die war aber vor der
Passkontrolle. Pech gehabt. Daher suchten wir ein Lokal auf und kauften uns
dort ein kleines Frühstück.
Die Zeit zum Boarding verging auch schnell und wir konnten wieder als Erstes in die Maschine gehen. Wir nutzen es, um in Ruhe das Gepäck zu verstauen und die Schuhe zu wechseln. Statt der Wanderschuhe zogen wir nun Jitkas selbstgestrickte Wollsocken und Hausschuhe an. Die nächsten 11 Stunden wollten wir es ja bequem haben.
Der Flug war über alle 11 Stunden extrem ruhig. Das Service freundlich und sehr aufmerksam. Es wurde immer wieder Wasser offeriert und zweimal gab es kleine Sandwiches. Zwischendurch auch ein paar Mal Knabbergebäck.
Nach dem Start gab es warmes Essen. Wir wählten ‚Hühnchen mit Reis‘ und es hat uns gut geschmeckt.
Vor der Landung gab es ein zweites warmes Essen. Dabei wählte Edith ‚Bratwurst‘ und Franz ‚Schweinefleisch mit Reis‘. Beides war eine gute Wahl.
Mit essen, ein wenig schlafen, lesen und Filme schauen vergingen auch diese 11 Stunden. Zwischendurch konnten wir noch mit einem österreichisch/niederländischen Pärchen plaudern. Die waren unterwegs nach Sapporo um dort in der Wintersaison als Skilehrer zu arbeiten.
Die Einreiseformalitäten in Taipeh beschränkten sich auf
eine rasche Passkontrolle. Dann standen wir auch schon in der Ankunftshalle.
Wir hatten ja diesmal eine andere Art der Anreise nach Australien gewählt. Flug
Wien-Taipeh, dann 18 Std. Aufenthalt in Taipeh und schließlich Flug von Taipeh
nach Brisbane. Den Aufenthalt in Taipeh nutzten wir, uns auszuruhen. Wir buchten
im Airport-Novotel-Hotel von 08:00 bis 20:00 ein Tageszimmer. Ein Shuttlebus
brachte uns von der Ankunftshalle gratis ins Hotel, wo wir gleich das Zimmer
beziehen konnten.
Jetzt hatten wir Zeit zum Duschen, Umziehen und natürlich um ausgiebig zu schlafen. Was wir auch alles ausgenutzt haben. Noch dazu war der Flug wesentlich billiger als mit anderen Airlines. Nur halt fast einen Tag länger. Aber wir können die Weiterreise entspannt und ausgeruht antreten.
Unsere Flugroute von Wien nach Taipeh: